Sanierung des nördlichen Langhauses

 
Eine Nachkriegsaufnahme des nördlichen Münsterplatzes mit Blick auf Langhaus und Turm.
Die aktuelle Baustelle auf der Nordseite des Freiburger Münsters bildet die letzte Etappe des 1981 begonnenen langfristigen Sanierungsprogramms: die Instandsetzung des Strebesystems an der Langhausnord- und Südseite, d. h. der Strebepfeiler, Strebebögen und Aufsätze einschließlich der dazwischenliegenden Wandflächen, Maßwerkfenster und der sich dort befindenden Skulpturen.
In den Jahren 1986 bis -89 wurden die Ostjoche saniert, anschließend bis 1999 die Westjoche. Da die Arbeiten an der Hauptturmpyramide aber dringlicher waren, wurden die Arbeiten am Langhaus Nord vorübergehend unterbrochen. Die Sanierung der Langhaus-Südseite konnte dagegen bereits 2006 fertiggestellt werden.
 
Im Jahr 2017 wurden die Arbeiten am Langhaus Nord wieder aufgenommen und mit der Instandsetzung der letzten beiden noch ausstehenden Strebesysteme sowie der dazugehörigen Seitenschiff- und Langhauswandflächen begonnen.
 
Typische Schäden sind Besiedelungen von Moosen und Flechten sowie Pflanzenwuchs in den Fugen, gesprengte Steine durch Metallverbindungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, zudem unterschiedliche Formen von Materialverlust wie Aushöhlungen, Abbröckelungen, Absandungen oder Abrisse von wasserführenden Profilen. Teilweise reichen restauratorische Maßnahmen zur Behebung dieser Schäden wie Reinigung, Konservierung und Fugenarbeiten, manchmal müssen aber auch Steine ausgetauscht werden. Nach Möglichkeit wird dabei immer versucht einzelne Teile auszutauschen ohne beispielsweise gesamte Pfeiler abzubauen.
 
 
Erfreulicherweise konnten große Teile des Gerüsts im Jahr 2022 bis auf Höhe der Seitenschiffgalerie zurückgebaut werden.
Nun werden noch steinkonservatorische Maßnahmen an den Wandflächen und Strebepfeilern der Joche 1 und 2 vorgenommen und einzelne schadhafte Stellen mit Vierungen repariert.
 
Bildergalerie zu Schäden und Maßnahmen am Langhaus